Kinoprogramm in Fohnsdorf
 
Filminfo
Land/Jahr: Deutschland/2015
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Jutta Pinzler
Drehbuch: Jutta Pinzler
Kamera: Mihai Marius Apopei

Länge: 53 min.
Altersfreigabe: ---
Prädikat: -
dolby digital
 
 
KINO ANDERS SPEZIAL - DIE NEUEN GROSSGRUNDBESITZER
KINO ANDERS SPEZIAL MIT ANSCHLIEßENDER PUBLIKUMSDISKUSSION! Franziskus Forster, AgrarAttac Gemüsebauer, Margit Fischer Rasenna - Boden mit Zukunft Moderation: Florian Walter, ÖBV
Rumänien ist für internationale Investoren besonders attraktiv. Zwar gab es schon während des Sozialismus riesige Agrarstrukturen. Doch seit der Öffnung des Ostens kaufen sich immer mehr ausländische Investoren ein. Auch in Ostdeutschland hat mit der Finanzkrise der Run auf Ackerflächen begonnen. Auch hier investieren in zunehmende Maße branchenfremde Firmen. Einer der Hauptplayer ist die KTG-Agrar. Ein börsennotiertes Unternehmen, das 35.000 Hektar Ackerland in Deutschland und 8000 Hektar in Litauen bewirtschaftet. Jährlich bekommt das Unternehmen zwischen sieben und neun Millionen Euro an Fördergeldern. Ganz anders sieht es in Frankreich aus, hier spielten ausländische Investoren bislang keine große Rolle. Zum Teil geht man einen ganz anderen Weg als im restlichen Europa. In Frankreich regelt die Institution Safer den Zugang zu Land und hilft Bauern, einen Hof zu gründen. Doch das System scheint nicht überall gleich gut zu funktionieren. Die Landwirtschaft verändert daher auch in Frankreich ihr Gesicht. Kleinen Bauern fällt es immer schwerer, an Land zu kommen. Mehr und mehr Betriebe werden zu Gesellschaften umgewandelt. In der spanischen Provinz Andalusien hat Großgrundbesitz Tradition, vom Landbesitz haben seit jeher nur einige wenige profitiert. Der Bevölkerung blieb meist nur die Lohnarbeit. In Andalusien besitzen nur zwei Prozent der Bevölkerung die Hälfte der Anbauflächen. Das kleine Dorf Marinaleda bietet einen Gegenentwurf zum Modell der Landkonzentration. Ende der siebziger Jahre besetzten Tagelöhner die Finca eines Adeligen. Mehrfach wurden sie geräumt, doch am Ende enteignete die andalusische Regierung den Aristokraten. Seitdem verwalten die Einwohner 1200 Hektar gemeinsam in Form einer Kooperative. Ein Vorbild für die Bauern im restlichen Europa? Jutta Pinzler und Cordula Echterhoff hinterfragen die verschiedenen Agrar-Modelle und die Zukunft der europäischen Landwirtschaft.
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